1. Schulversammlung
Tausend Schüler und hundert Lehrer
Zum ersten Mal in der Geschichte des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums fand eine Schulversammlung mit allen Schülern und Lehrern statt. Anlass dafür war eine Spendenübergabe. Bei fetziger Musik aus den Lautsprechern versammelten sich die rund 1000 Schüler und 100 Lehrer des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums am Mittwochmorgen nach der zweiten Schulstunde zu einer Schulversammlung in der Aula. Grund dafür war die feierliche Spendenübergabe der Erlöse der Projektwochen im Juli und des Sperrmüllflohmarkts auf dem Kelternplatz im Oktober. Dabei hatten die Schülerinnen und Schüler insgesamt 3500 Euro eingenommen.
Der Erlös wurde aufgeteilt und ging nun an vier verschiedene Projekte: das Gonzalinho-Kinderprojekt in Brasilien, das Dorfentwicklungsprojekt Village Pioneer Project in Nigeria, das afrikanische Projekt Karibuni Watoto und die Metzinger Initiative Mutter-Kind-Café-International. Die Schüler stellten ihren Lehrern und Mitschülern die Projekte einzeln vor und freuten sich dann, die Schecks übergeben zu können. Moderiert wurde die Schulversammlung von den beiden Schülersprechern Felix F. und Marian S., die ganz schön viel Mut hatten, um vor so einer großen Mannschaft auf der Bühne zu stehen.
"Mir macht das Spaß, die Interessen der Schüler zu vertreten und auch die Ideen der Schüler umzusetzen", sagt der 17-jährige Felix. "Das sind halt auch richtig gute Projekte, auf die wir echt stolz sein können", freut sich Marian. Das sahen die anderen Schüler ganz ähnlich, denn bei jeder Scheckübergabe wurde kräftig applaudiert und gejubelt. Die Schüler hatten an der Schulversammlung einen Riesenspaß. Das lag wahrscheinlich auch daran, dass sie weitgehend alles selber organisieren durften. Sie regelten die Technik, die Lautsprecher, die Musik und den Beamer. Auch den kulturellen Einstieg machte eine Schülerin aus der 9. Klasse, die ein selbst komponiertes Lied vortrug und mit ihrer Gitarre Schwung in die Aula brachte.
Für den Ordnerdienst waren die Klassensprecher eingeteilt, die an weißen Armbinden zu erkennen waren und ihre jeweiligen Klassen in die Aula führten. "Das ist schon cool, Ordner zu sein", sagt die 13-jährige Sarah. "Wir müssen aufpassen, dass die aus unserer Klasse schön leise sind und wenn nicht, dürfen wir sogar einen rausschmeißen", schmunzelt sie. So weit kam es aber nicht. Nach einem kurzen anfänglichen Durcheinander hat alles reibungslos geklappt. Das Ziel der Dietrich-Bonhoeffer-AG war es, durch eine erste große Schulversammlung den Gemeinschaftssinn der Schüler zu stärken. "So ein Event soll den Schülern helfen, sich mit ihrer Schule zu identifizieren", sagt Katja Polnik, die Leiterin der Dietrich-Bonhoeffer-AG. "Dabei erfahren auch alle, für welche guten Zwecke wir das Geld verwenden, das wir gemeinsam erarbeitet haben."
Den Schülern hat es auf jeden Fall gefallen. "Ich find das gut, dass die Schule uns informiert", sagt der elfjährige Tommy, der auch Ordner war. Nach der gelungenen Schulversammlung ging´s schließlich zurück in die Klassenzimmer. Schüler und Lehrer waren rundum zufrieden und auch ein bisschen stolz auf ihre Schule.
Mit freundlicher Genehmigung der Südwest Presse, Text/Bild: Natalie Eckelt