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Spur der Erinnerung

Die Nationalsozialisten töteten Menschen nicht nur in weit entfernten Konzentrationslagern wie Auschwitz, sondern auch in unserer unmittelbaren Umgebung. Bestes wie trauriges Beispiel zugleich ist die Tötungsstätte Grafeneck auf der Schwäbischen Alb. Dort wurden im Jahr 1940 im Rahmen der Aktion „T 4“ 10654 psychisch kranke und so genannte behinderte Menschen systematisch mit Giftgas ermordet. Der Befehl Hitlers zu dieser grausamen und grauenhaften Aktion erging im Oktober 1939. Zur Erinnerung an die Opfer von Grafeneck wurden in der Woche vom 13. bis zum 16. Oktober 2009 unter der Bezeichnung „Spur der Erinnerung“ verschiedene Aktionen durchgeführt. Markantester Bestandteil dieser Aktion war dabei die Ziehung einer violetten Spur von Grafeneck selbst bis zum Innenministerium in Stuttgart, das damals entscheidend an der Umsetzung der Aktion beteiligt war. Das DBG, besonders die Fachschaft Geschichte, war federführend an der gesamten Aktion beteiligt.

Am Dienstag, den 13. Oktober 2009, nahmen die Schüler/-innen der 10. Klassen des DBG gemeinsam mit den jeweiligen Geschichtslehrer/-innen an der Auftaktveranstaltung der Neugreuth-Schule in Neuhausen teil und zogen im Anschluss daran – dem strömenden Regen trotzend - die violette Spur bis zum DBG.

Am Mittwoch, den 14. Oktober 2009, fand zunächst von 09:00 - 10:00 Uhr im DBG die zentrale Veranstaltung aller Metzinger Schulen zur „Spur der Erinnerung“ statt. Vorbereitet wurde die Veranstaltung von der Fachschaft Geschichte. Ein Grußwort unseres Schulleiters Herrn Brandt, Gedanken zur Veranstaltung vom Fachvorsitzenden der Fachschaft Geschichte Herrn Sünkel sowie passende Musikstücke – vorgetragen durch die Fachschaft Musik – bildeten den feierlichen Rahmen. Oberbürgermeister Dr. Fiedler schlug in seiner Rede einen Bogen von den Taten der Nationalsozialisten zur heutigen Zeit. Die übrige Gestaltung der Veranstaltung lag voll in Schüler/-innenhand: Die Klasse 10d unseres DBG fasste in einer Präsentation die wichtigsten Hintergründe, Ereignisse und Folgen der Vorgänge in Grafeneck für alle Schüler/-innen zusammen. Schüler/-innen der Klasse 10 der Neugreuth-Schule präsentierten eine Skulptur, die sie zur Erinnerung an die Opfer erstellt hatten. Eine Schülerin der Schönbein-Realschule berichtete über und reflektierte Gedanken des Pastors Niemöller zum Thema Solidarität.

Im Anschluss an diese Veranstaltung setzte zunächst Oberbürgermeister Fiedler den ersten Strich der violetten Spur weiter vom DBG. Dann zogen die Schüler/-innen der 13. Klasse des DBG, eingeteilt nach ihren Geschichtskursen, zusammen mit den jeweiligen Geschichtslehrer/-innen die „Spur der Erinnerung“ bis zur Helferstraße weiter.

Die lange Vorbereitungszeit, die die Schüler/-innen und Lehrer/-innen unserer Schule investierten, besonders aber auch die beiden Tage der Spurziehung selbst waren eine arbeitsintensive, aber auch spannende und lohnende Zeit. Neben der Auseinandersetzung mit diesem wichtigen Thema, das nicht in Vergessenheit geraten darf, fand eine Erinnerung an die auch aus Metzingen stammenden Opfer statt. Die Schüler/-innen, die die Präsentation vornahmen, sprachen zum ersten Mal vor einem großen Publikum. Schließlich fand im Rahmen der Aktion einer Verbindung der Schule zur Metzinger Öffentlichkeit statt.

Spuren dieser Tage sind heute noch in und um das DBG zu finden: Die „Spur der Erinnerung“ ist heute noch teilweise zu sehen. Die Präsentation der Klasse 10d in Plakatform steht noch immer in der Brunnenhalle unserer Schule und kann besichtigt werden.
Erstellt von: admin
Zuletzt verändert: 2009-11-10 18:01 PM
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