Wie kann man am DBG Latein lernen?
Latein im Profilkanon des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums
Latein kann am DBG als dritte Fremdsprache (nach Englisch und Französisch) im Rahmen der Profilwahl ab Klasse 8 gewählt werden. In den letzten Jahren konnten aufgrund der Profilwahl immer eine starke oder sogar zwei kleinere Lateinklassen gebildet werden. Die drei Profile unterscheiden sich durch das jeweils neu hinzutretende Hauptfach. Die Schüler können dabei zwischen drei Ausbildungswegen wählen:
Sportprofil - hier wird Sport als Hauptfach (neben Mathe, Deutsch, Englisch und Französisch) unterrichtet,
Naturwissenschaftliches Profil - hier belegen die Schüler NwT als neues Hauptfach,
Sprachliches Profil - hier erhalten vor allem sprachinteressierte Schüler erstmals die Gelegenheit, mit Latein eine der Basiskultursprachen unserer Zivilisation zu erlernen. Latein wird dabei im Umfang von insgesamt 13 Wochenstunden (1. Jahr: 5 Stunden pro Woche, 2. und 3. Jahr: 4 Stunden) unterrichtet. Im dritten Jahr findet parallel zum Abitur die Latinumsprüfung statt.
Welches Profil für wen?
Die Profilwahl fällt leicht, wenn die Interessen oder Begabungen eindeutig verteilt sind: Sportbegeisterte gehen ins Sportprofil, eher naturwissenschaftlich interessierte Schüler wählen das NwT-Profil, und Sprachenfreunde entscheiden sich für Latein. Was aber, wenn die Interessenlage geteilt ist? Was, wenn man sich z.B. nicht zwischen NwT und Latein entscheiden kann? Dann muss oft das vielgerühmte "Gefühl aus dem Bauch" entscheiden. Wissen sollte man auf jeden Fall Folgendes: Eine Wahl von Latein hat nicht zur Folge, dass die naturwissenschaftliche Ausbildung verkümmert. Die Lateinschüler erwerben in den naturwissenschaftlichen Fächern - allerdings in deutlich gestraffter Form und unter Verzicht auf viele Experimente - dieselben Inhalte wie die Teilnehmer des NwT-Profils. Daher hat jeder Lateinschüler zu Beginn der Oberstufe (G8: Klasse 11, G9: Klasse 12) die volle Wahlfreiheit, sich auch für Chemie, Biologie oder Physik als Profil- oder Neigungsfächer zu entscheiden. Zahlreiche Abiturienten beweisen Jahr für Jahr mit hervorragenden Ergebnissen, dass die Wahl des Sprachprofils ihrem naturwissenschaftlichem Entwicklungsweg keinen Abbruch getan hat.
Latein auch in der Oberstufe?
Latein kann auch in der Oberstufe weiterbelegt werden (als Profil- oder Neigungsfach) - ein Angebot, das sich fest etabliert hat. Schon seit mehreren Jahren kommen Lateinkurse für die Oberstufe an unserer Schule regelmäßig zustande. Die Lateinkurse in der Oberstufe können begreiflicherweise nicht ohne vorherigen Lateinunterricht besucht werden.
Der Aufbau des Lateinlehrgangs
Der Lateinunterricht wird unterteilt in die Lehrbuchphase und die
Lektürephase, die auch nach dem Latinum in der Oberstufe fortgeführt
und stärker mit der Interpretation verbunden wird.
Die
Lehrbuchphase reicht bis ungefähr zum Halbjahr des zweiten
Lernjahres; dann sind die Grammatik und das Grundvokabular bereits
gelernt. Die Lektürephase verschafft im ersten Jahr
zunächst anhand originaler antiker lateinischer Texte aus dem
Bereich der Geschichte und vor allem Rhetorik (hier steht Cicero, der
wohl berühmteste Redner der Antike im Zentrum) die Routine, die man
für das Bestehen der Latinumsprüfung benötigt. Ab der Oberstufe
weitet sich der Horizont der Texte. Die Schüler lernen jetzt
dichterische europäische Grundlagentexte wie z.B. Vergils Äneis
oder Horaz' Oden ausführlich kennen, können sich intensiver mit
Geschichtsschreibung befassen (z.B. bei Livius) oder in die Welt der
Philosophie eintauchen (z.B. bei Seneca). Mehr als vorher fließt
jetzt auch die Interpretation (zweisprachig vorgelegter) Texte in die
Bewertung ein. Mit dem Bestehen der Lateinkurse der Oberstufe (d.h.
eine durchschnittliche Mindestpunktzahl von 5 oder mehr Punkten)
erwerben die Schüler automatisch die Qualifikation des Großen
Latinums.
Zuletzt verändert: 2009-03-04 16:46